|
| |
|
Unter der
Beschneidung (lat. circumcisio) versteht man die medizinisch oder
rituell begründete chirurgische Entfernung der Vorhaut eines Knaben
oder Mannes mittels eines kreisförmigen Schnitts.
Bei den Muslimen werden Beschneidungen aus religiösen Gründen durchgeführt.
Oft folgt der Beschneidung ein festlicher Akt innerhalb der Familie. Es
gibt kein bestimmtes Alter für die Beschneidung. In der Regel werden
die Jungen bis zum 13. Lebensalter beschnitten.
Im westlichen Kulturkreis wird die Beschneidung überwiegend bei
Vorhautverengungen (Phimose) durchgeführt. Ausnahme bilden hier die
USA, in der bis in den 70er Jahren 90% der Neugeborenen beschnitten
wurden.
Auch medizinisch bietet die Beschneidung beim Jungen große Vorteile:
• Die Hygiene ist bei beschnittenen Männern einfacher und effektiver
durchzuführen.
• Laut einer australischen Untersuchung haben beschnittene Männer ein
geringeres Risiko, sich mit AIDS zu infizieren. Demnach fungiert die
Innenseite der Vorhaut als Eintrittspforte für HI-Viren.
• Peniskrebs soll bei beschnittenen Männern seltener auftreten als
bei unbeschnittenen. Das Risiko für Harnwegsinfektionen sinkt bei
Beschnittenen, somit reduziert sich auch das Risiko, bleibende Nierenschäden
durch aufsteigende Infektionen zu bekommen.
• Auch soll das Risiko bei der Frau, Gebärmutterkrebs zu bekommen,
durch die bessere Hygiene, seltener sein.
|
|